Wald
Historie

Oktober 2013

Ein schrecklicher Ruf hallte durch das Umbra. Welpen wandelten sich das erste Mal. Durchreisende wurden wie magisch in den Heroldsberger Forst gezogen.

Außerhalb des Waldes versammelten sie sich. Alte, erfahrene Werwölfe, als auch Junge, die noch völlig entsetzt waren von der neuen Erfahrung des Wandels.

Vorsichtig begab sich die Gruppe unter der Führung von Lavard vom Stamm der Silberfänge und Aira von den Nachfahren des Fenris in den Wald hinein, denn ihnen war klar, irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht..

Auf dem Pfad fanden sie eine schwerverletzte Garou. Es handelte sich um die Hüterin des Landes Emma Friedenswort, eine vom Stamme der Kinder Gajas. Sie wusste zu berichten, dass Blutsauger über die Garou des Caerns Herz des Waldes hergefallen sind. Sie selbst entkam schwer verletzt, durch das Umbra, der Geisterwelt, um Hilfe zu suchen. Emma erklärte den anwesenden Gestaltwandlern, dass es bisher noch nie so einen koordinierten Angriff der Vampire gab und diese sogar mit Silberwaffen bewaffnet waren. Noch dazu war die Frage, wie sie den Caern, das Heiligtum der Werwölfe, finden konnten, da dieser verborgen vor den Augen anderer Wesen, in einem immerwährenden Nebel lag.

Die Garou begaben sich, stets auf der Hut, in Richtung des Caerns und schon bald kam ihnen der Gestank des Wyrm, der Kraft des Chaos, entgegen. Die Blutsauger waren hier, dass war nun sicher! Die Silberfänge und Nachfahren des Fenris gingen in geordneter Schlachtreihe vor, wobei die Welpen und die anderen Stämme eher ungeordnet vorgingen. Und da sahen sie, das schier unfassbare!

Der Caern war besetzt von den Vampiren. Mit einem markerschütternden Wutgeheul stürzten sich die Werwölfe auf die Okkupanten und nach einem heftigen Kampf, war das Heiligtum befreit von den Vampiren. Doch die Garou erlitten einige schwere Verletzungen und mussten sich nun ebenfalls erst regenerieren und sammeln. Leider waren fast keine Schamanen anwesend und Emma erklärte allen, die dieser Gabe mächtig sind, wie sie ihre Kameraden am besten heilen konnten. Ebenfalls erklärte Emma Friedenswort den anwesenden Welpen, was es bedeutet ein Werwolf, ein Krieger Gajas zu sein.

Sie berichtete von den Stämmen, als zwei Wanderer daher kamen, die sich als Paddy, Galliard von den Fianna und Mahad Takelot Geisterstimme, Theurg von den Stillen Wanderern vorstellten. Beide sind Mitglieder des Rudels Wyld Rover und sie berichteten, dass sie ihren letzten Rudelkameraden an die Blutsauger verloren hatten. Sie waren hier um Rache zu üben, jedoch wurde Mahad von Emma darum gebeten, herauszufinden, wer die Welpen waren. In einem Ritual, das mit jedem Welpen vollzogen wurde, wurde herausgefunden, welchen Stamm diese angehören und unter welchem Mondvorzeichen sie geboren wurden.

Indes trugen Aira und Lavard einen rituellen Zweikampf aus, um festzustellen, wer der Septenalpha, also der Anführer der Werwölfe, werden sollte.

In einem epischen Kampf entpuppte sich Lavard als erfahrener Ahroun, also Krieger und besiegte Aira. Er war der neue Septenalpha und es wurden Chayton von den Wendigos und Michael, ein Glas Wandler, als Ältestenrat berufen. Die Rudel wurden eingeteilt und zur Verteidigung des Caerns aufgestellt.

Immer wieder gab es Angriffe von Vampiren. Irgendwann fiel den Versammelten auf, dass die Blutsauger diverse Artefakte aus der Hütte am Caern entwendet hatten und gerade der Silberschädel und die Mondsteine wieder gefunden werden mussten, damit sie nicht vom Wyrm befleckt wurden. Die Rudel wurden nun zur aktiven Suche ausgesandt und nach weiteren heftigen Kämpfen wurden die Artefakte gefunden.

Emma berief daraufhin die große Versammlung ein, die eigentlich eine Feier zur Rückeroberung des Caerns werden sollte, doch es geschah, dass nun ein Trupp von seltsamen Menschen auf die Lichtung trat. Sie trugen teilweise militärische Ausrüstung, Gasmasken, Maschinengewehre, Flammenwerfer und vieles mehr. Einer stach jedoch hervor, durch das Tragen eines Anzuges und eines Aktenkoffers. Der Zigarre rauchende „Banker“ sprach zu den Werwölfen, welche versuchten die Eindringlinge anzugreifen, jedoch durch eine magische Barriere aufgehalten wurden. Er erklärte ihnen, dass der Wald von seiner Firma aufgekauft wird und sie das Feld räumen sollten. Durch hitzige Wortgefechte und andauernden Finten, gelang es den Garous irgendwann, die Aufmerksamkeit der Eindringlinge zu zerstreuen und so brach der Schutzschirm zusammen.

Die Zorneszeit war angebrochen und die Werwölfe attackierten die Truppe, welche umgehend vernichtet wurde. Der Koffer erwies sich als mit einer Granate geschützt, was wiederum zu etlichen Verletzten führte, jedoch wurden auch interessante Dokumente gefunden, die immer wieder zu einer ominösen Firma, von der nur der Buchstabe „P“ bekannt wurde, führte.

Den Theurgen der Septe gelang es indes noch einen wildgewordenen Geist zu bannen und das Rudel der Wyld Rover zog wieder von dannen. Die dagebliebenen Werwölfe besprachen die Situation und der Schattenlord namens Lupus und Michael von den Glas Wandlern beschlossen, dass sie ihre Kontakte zu der Firma befragten.

Der Rest der Septe dankten dem Septentotem Einhorn, dass sie den Caern, Herz des Waldes, vor den Anhängern des Wyrm retten konnten. Die Septe Hainhüter, die ehemals nur aus Kindern Gajas bestand und fast ausgerottet war, existierte nun wieder als Auffangbecken für allerlei Welpen…

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