Wald
Kinder Gajas Kinder Gajas


Emma

Emma Friedenswort, menschgeborener Galliard der Kinder Gajas im Rang eines Fostern

Die Charaktergeschichte wird hier noch bald folgen.






















Jo

Jo Wutrausch, menschgeborener Ahroun der Kinder Gajas im Rang eines Cliath

Mein Leben war nie besonders einfach. Schon als Kind merkte ich, dass kein Ort der Richtige für mich war. Keine Freunde, keine Hobbies und das als Kind in einem kleinen Dorf. Natürlich hörte ich was sie über mich sagten, doch versuchte ich stets es zu überspielen. Den Schein zu wahren, normal zu sein. Mit 18 Jahren nahm ich einen Job bei einem Bauern an der mich persönlich fragte ob ich ein wenig Geld dazuverdienen will. Hans war ein schräger Kerl, gut und gern an die 60. Seine Lebenseinstellung erinnerte mich ein wenig an einen Hippie oder so etwas, doch das störte mich nicht. Die nächsten 6 Jahre meines Lebens wohnte und arbeitete ich bei ihm und lernte auch seinen geldgeilen Sohn kennen, nach dessen Meinung man Tiere und Land verkaufen solle und den "alten Sack", wie er seinen eigenen Vater nannte, in ein Altersheim stecken. An einem nebligen Morgen fand ich Hans in seinem Haus auf der Couch liegend, er war in der Nacht gestorben. Eine Unruhe breitete sich in mir aus die ich nie zuvor verspürte. Als dann auch noch der geldgeile Kerl auftauchte und sich schon die Hände nach dem Geld vom Verkauf des Hofes rieb, wurde mir das alles zu viel. Ich raffte meine Sachen zusammen und verschwand.

Einige Tage lebte ich in den Wäldern, doch meine Nächte waren nicht nur wegen der Kälte unangenehm. Meine Träume wurden immer verrückter. Erst nur wie Schatten, unstet, einzelne Fetzen, doch dann war es als wäre ich auf einer Jagd. Aber ich jagte kein Wesen, ich jagte ein Gefühl, meinen sehnlichsten Wunsch. Einen Ort an dem ich angenommen werden würde wie ich bin, wie es meist bei Hans war. Ich jagte ein zuhause. Immer und immer wieder sah ich ein Symbol, als wolle es mir meinen Weg weisen.

Als der Vollmond hoch am Himmel stand, und ich wieder einmal einen geeigneten Platz zum schlafen suchte passierte etwas merkwürdiges. Der Geruch von nahendem Regen, der Wind der mir um die Nase weht, das Gefühl von Freiheit in meinem Herzen. Dies sind die einzigen Dinge an die ich mich in dieser Nacht erinnere.

Am nächsten Morgen erwachte ich halb unter einem Busch mitten im Wald, meine Kleider waren verschwunden und doch fühlte ich mich wunderbar. Kein sorgenvoller Gedanke streifte meinen Geist. Das erste mal in meinem Leben waren mein Körper und meine Seele eins.

Diese Nacht war etwas besonderes, obgleich ich nicht wusste was passiert war, war mir klar das ich nun gehen musste. Nach Hause, wo auch immer das sein sollte.

Viele Stunden an vielen Tagen im Zug folgten, in alle Himmelsrichtungen, bis ich Jessi und Gris traf. Sie waren so ein ungleiches Paar. Jessi , eine zierliche kleine Frau mit strahlenden Augen, die stehts fröhlich und freundlich wirkt und Gris der , wie man so schön sagt "Hummeln im Hintern" hat, er wirkt fast wie ein Hundewelpe..... entweder er schläft oder er hat nur Blödsinn im Kopf. Wir haben viel geredet in den Tagen die wir gemeinsam reisten. Auch sie wussten nicht wohin sie wollten, doch wir waren immer der gleichen Meinung wenn wir die Richtung wechselten, ob wir unserem Ziel Näherkommen oder nicht.

Nach langem überlegen erzählte ich ihnen von meinem Traum und der seltsamen Nacht im Wald. Sie hatten eben solche Erlebnisse, mit einigen Unterschieden, doch am Ende doch fast das gleiche. In Prakenfels zog es uns alle in den Wald und wir wussten,dass unser Ziel bald erreicht ist.

Doch dazu komme ich ein anderes mal.

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