Wald
Historie

April 2014

Erzählt aus der Sicht Jo Wutrauschs, Ahroun der Kinder Gajas

Da standen wir nun, 3 junge Leute. Auf dem geschlungenen Weg zog es uns immer tiefer in den Wald....

Irgendwie ist das doch der Anfang jedes schlechten Horrorfilms, oder?! Und wie in genau diesen Horrorfilmen tun wir genau das Richtige.....wir gehen weiter!

Trommelklänge und Stimmen lenkten unsere Blicke zu einer Höhle, vor der einige Menschen saßen. Ein seltsamer Haufen. Dabei waren ein Kerl im Tarnmuster, eine Hippie Tante, eine Frau mit schwarzem Mantel und ein Typ ganz in Schwarz.

Gris war so neugierig und konnte es nicht erwarten neue Leute kennen zu lernen. Er lief los um den Pfadfindertrupp zu begrüßen und verschwand dazu in einem Tunnel, der vor uns den Weg weiterführte. Einige Augenblicke nachdem er verschwand horte ich ihn fragen:"wird man in euren Wäldern immer mit Waffen begrüßt?"

Ich eilte zu ihm und obgleich er mich um fast 2 Köpfe überragt, stellte ich mich zwischen ihn und den Lauf der Waffe. Ein seltsames Gefühl durchströhmte mich. Klar, geladene Waffe, ein schmächtiger Kerl der uns misstrauisch beaugt, das sollte einem Angst einjagen. Nur war es keine Angst die ich empfand, es fühlte sich richtig an. Das war mein Platz, hier gehörte ich hin.

Der Mann mit den blonden Locken rief einen zweiten aus dem Trupp dazu. Der Tanmussterkerl kam zu uns und musterte uns ebenso und fragte uns einiges, was den anderen veranlasste die Knarre wegzustecken. Für Pfadfinder haben sie schon seltsame Fragen gestellt und als die Fragen um unsere Träume und seltsame Ereignisse gingen, ahnten wir das wir mehr mit ihnen gemein hatten als zu Beginn gedacht.

Als sie wohl sicher waren das wir ihnen nichts tun, luden sie uns zur Höhle ein. Dort trafen wir auch die anderen. Sie zeigten uns Symbile auf einem Stück Leder und jeder von uns erkannte eines davon aus seinen Träumen. Sie erzählten es bedeutet wir gehören einem bestimmten Stamm an, Gris den Fianna und Jessi und ich den Kindern Gaias. Dann ging es um die erste Nacht der seltsamen Ereignisse und die Mondphase. Diese würden uns unsere Aufgabe benennen. Bei mir war es Vollmond, was bedeutet ich bin ein Ahroun, ein Krieger. .....Ich und ein Krieger.....naja da hätten sie sich wohl was besseres überlegen solln. Auch die Geschichte mit den Garou, wie sie ihren Haufen nannten war irgendwie komisch. Angeblich sind das sowas wie Werwölfe.

Die Hippie Tante, Emma (wie ich später erfahren sollte) murmelte zu der anderen Frau (Viktoria) etwas von "wenn ich mich nicht irre sollte es bei der Ahroun klappen. Sie ist eine der Kinder Gaias". Sie kam auf mich zu und gab mir eine Ohrfeige.

Plötzlich Raste mein Herz, blinder Zorn übermannte mich und die Welt färbte mich tiefrot. Meine Knochen brachen, wuchsen und formten sich neu.Sehnen dehnten sich und Muskeln wurden stärker. Heiß pulsierte das Blut in meinen Adern und der Drang zu töten ließ mich rastlos umherschauen. ich wollte meine Klauen und Fangzähne in Einen Leib graben.

Ein leises flüstern erregte meine Aufmerksamkeit. Obgleich es nicht lauter war als ein Lufthauch, hörte ich es ganz klar. "Beruhige dich. Es ist nicht Aufgabe eines Beschützers, seinen Schützlingen zu schaden. Du wirst hier kein Ziel finden."

Als mein Herzschlag sich verlangsamte, spürte ich das die Transformation von neuem begann. Als ich meine Augen wieder öffnete Standen Emma, Viktoria und der Tarntyp (Michael) angespannt vor mir und redeten auch beruhigend auf mich ein. Gris und Jessi starrten mich entsetzt an.

Viktoria übernahm unsere erste Lehrstunde. Sie sagte wir sollen uns auf unsere Wut konzentrieren. Da kam das Reißen wieder und auch der Drang zu kämpfen. Langsam Öffnete ich die Augen, atmete den Duft des Waldes tief ein. Alles hatte sich verändert .....vorallem ich. Meine Hände waren riesige Klauen mit grauem Fell. Um mich herum waren nicht mehr die Leute, sondern Horrorfratzen die aussahen wie aus einem Hollywood- Horrorstreifen. Werwölfe! Wir waren wirklich Werwölfe!

Doch auch jetzt hatte ich keine Angst! Sie rochen fremd und doch so vertraut. Alle hatten verschiedene Farben, Weis, Rot, Grau, Braun. Ach ihre Größen unterschieden sich. Nach unserer Rückverwandlung stellten Jessi, Gris und ich einige Fragen, auf welche die Anderen bereitwillig eingingen.

Sie zeigten uns auch wie wir ins Umbra wechseln könnten wenn es zu Kämpfen käme. Eine spiegelnde Oberfläche, einiges an Konzentration, ein Schritt zur Seite und ......schwup. In der Theorie ganz einfach. Wir probierten es ein paar mal, bis es klappte. Dieser Ort war sehr düster und schien Technologie nicht zu mögen. Es war eben die Geisterwelt.

So, das waren viele seltsame Ereignisse für einen Tag und die meisten würden ihren Psychiater anrufen. Aber nicht ich! Ich warte ab was die Zeit bringt. Zu allem Überfluss war das ja auch nur der Anfang!

Als soweit alles nach ihrer Zufriedenheit klappte, wollte Michael mit uns eine Höhle erkunden. Wir drei Welpen, wie sie uns nannten und er. Doch an der Höhle angekommen sollte alles anders kommen. Es roch nach Schwefel, was kein gutes Zeichen war.

Ein Kerl war in der Höhle und er wirkte nicht gerade freundlich. Michael wollte im Umbra zu ihm schleichen und sich das alles aus der Nähe ansehen. Doch schleuderte ihn ein krakenartiges Wesen über die Schlucht. Umbra war also keine Option und wir mussten auf herkömmlichem Weg hinein. Gris, Jessi und ich schlichen an ihn heran, während Michael versuchte ihn abzulenken. Der erste Schuss fiel und wir griffen an. Adrenalin, Wut, Mordlust, ein Knall, Schmerzen, Brennen. Schwärze breitete sich aus und Stille.

Als ich erwachte saß Michael bei mir und erzählte mir das der Feind ausgeschaltet sei und Viktoria, die Heilerin, auf dem Weg wäre. Nach einer Weile kam sie, zog die verdammte Silberkugel heraus und heilte mich. Das Gefühl war seltsam, aber angenehm. Sie brachte mich zurück zum Cearn. Das schien der Name ihrer Höhle zu sein. Dort versorgte mich Emma noch einmal. Außer Emma, Steffen und mir waren alle anderen wieder zurück zur Teufelshöhle gegangen um sich eine magische Barriere anzusehen, die gefunden wurde.

Nach langer Zeit tönte ein Heulen durch den Wald. Es war Viktoria, die als einzige zu uns kam. Sie erzählte uns die anderen seien hinter der magischen Wand gefangen. Wir nahmen alles an Waffen mit was wir finden konnten und gingen zurück Richtung Täufelshöhle. Der Cearn wäre schutzlos, aber wir könnten ihn zurückerobern wenn etwas wäre. Tote Garou hingegen wären für immer verloren. Auf dem Weg erzählte sie uns mehr von Geschehen, ein Magier....oder Vampir....oder doch beides.....ich weiß es nicht genau, jedenfalls der bringe das Blut in unseren Adern zum kochen, wenn wir ihn angriffen.

Ebenso befand sich ein toter Garou hinter der Barriere. Ich glaube er war ein Freund meiner Mitstreiter. Die Höhle war fast erreicht als uns die anderen entgegenkamen. Lupus war schwer am Bein verletzt und musste von Viktoria versorgt werden. Wir drei Welpen beschlossen das wir umkehren und zu unserem Cearn zurückgehen sollten. Nach und nach kehrte alle Heim. Dort wurde uns erzählt das dieser Garou ein befreundeter Wendigo gewesen ist, den dieser Vampirmagier irgendwie geopfert hat. Wir fanden ein altes Tagebuch und mehrere Seiten von jemand anderem geschrieben. Es dauerte lang die Seiten zu entziffern. Lupus schlug vor sie einem Spezialisten zu zeigen.

Kurz darauf kam dieser seltsame Kerl zu uns. Er war den anderen wohl bekannt und es begann eine Unterhaltung, die gleichzeitig Vorstellung, Lageplan Besprechung und taktische Einweisung war.

Ich habe mich zurückgezogen um dies hier aufzuschreiben, obwohl ich denke das heute noch eine lange Nacht wird.

Noch bin ich mir nicht sicher ob ich bald erwache und alles wieder nur ein merkwürdiger Traum war, doch hoffe ich das dies endlich mein Platz ist um zu verweilen.

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